Ehemalige Klosterkirche St. Maria Lobenfeld

Nordwestansicht der Klosterkirche
Heiligendarstellung im Zwischenzustand (nach Reinigung, Festigung und Kittung)

In der ehemaligen Klosterkirche St. Maria haben sich herausragende Reste romanischer und gotischer Wandmalereien erhalten. Nach Voruntersuchungen und Arbeitsproben wurde das erarbeitete Konservierungskonzept von einem Team freiberuflicher Restauratoren ab Sommer 2007 bis Frühjahr 2008 unter Leitung des LAD Baden-Württemberg, Frau Dr. Dörthe Jacobs umgesetzt.

Silke Böttcher war dabei für die gotischen Malereien im nördlichen Querhaus verantwortlich. Diese zeigen ein Retabel mit dem Martyrium der Zehntausend, eine Kreuzzugslegende, das Jüngste Gericht, eine Christopherus-Darstellung sowie die Ursula-Legende.

Die durchgeführten Maßnahmen sahen im Wesentlichen vor, den Status quo zu sichern. Daneben wurde die Lesbarkeit der Malerein durch kleinteilige Trocken- und Feuchtreinigung und Restfreilegungen gesteigert. Altkittungen, die das umgebende Material überdeckten, nichtmaterialgerecht waren oder in ihrer Oberflächenbeschaffenheit vom Original abwichen wurden von der Originalsubstanz schonend zurückgearbeitet oder entfernt. Salzbelastungen an der Westwand des Querhauses wurden mit Kompressen vermindert.

Teilweise erheblich (mehrere Zentimeter) vom Mauerwerk abgelöste Putzflächen wurden durch Injektionen eines niedrigviskosen, mineralischen Mörtels wieder kraftschlüssig mit dem Untergrund verbunden. Um ein Austreten des Injektionsmörtels durch feine Risse in der Oberfläche zu verhindern, wurden diese mittels eines temporären Festigungsmittels geschlossen. Kittungen von Fehlstellen und Neueinputzungen wurden randscharf gearbeitet, um die Randzonen nicht erneut zu überdecken. Die Retusche der Kittungen wurde zurückhaltend im Neutralton und Strichtechnik ausgeführt.

 

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