Vorhalle der Sommerkirche (sog. Paradies) im UNESCO Weltkulturerbe Kloster Maulbronn

Innenansicht der Vorhalle nach Nordwest (Aufnahmedatum: Jan. 2014)
Die Steinoberfläche des Säulenschaftrings zeigt eine dunkelgraue Verschmutzung (Vorzustand).
Mittels Laserreinigung konnte die Verkrustung gedünnt werden, sodass die Werksteinoberfläche wieder wasserdampfdiffusionsfähig ist.

Die Vorhalle der Sommerkirche wurde 1220 vom sog. Maulbronner Paradiesbaumeister errichtet; in ihr werden der romanische und gotische Baustil miteinander vereinigt. Die Vorhalle ist in 3 Joche mit Kreuzrippengewölben gegliedert; an drei Seiten öffnet sie sich durch Fenster- und Türöffnungen dem Außenklima. Abgesehen von den verputzten und gefassten Gewölbekappen ist die Architekturoberfläche des Paradieses steinsichtig, auf der sich Fassungsreste aus verschiedenen Gestaltungsphasen erhalten haben.

2013 wurde das Paradies unter der Leitung von Dipl.-Rest. Ekkehard Fritz, Eppingen konserviert und restauriert. Wir wurden zur Bearbeitung der Steinoberflächen hinzugezogen.

Die Konservierung der Steinoberflächen, Fassungsreste und Fugen stand dabei im Vordergrund; lediglich an den Fassadenseiten wurden Kittungen und Anböschungen zur optimalen Wasserableitung an den Steinoberflächen ausgeführt. Unterschiedliche Methoden wurden zur Reinigung der stark verschmutzten und fragilen Oberflächen herangezogen. Akut verlustgefährdete Oberflächen konnten beispielsweise mittels Laserreinigung wirksam und substanzschonend gereinigt werden.

Auftraggeber / Bauleitung: Vermögen und Bau Baden-Württemberg

Fachliche Begleitung: Regierungspräsidium Stuttgart, Abteilung Landesamt für Denkmalpflege

 

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