Stift Sunnisheim Sinsheim

Südostansicht der Turmfassade im Vorzustand. Von uns wurden die steinsichtigen Werksteine bearbeitet.
Anböschung von Steinschalen mit einem Material aus kieselsolgebundenen Sandsteinmehlen (siehe weiße Pfeile)
Edelstahlbügel zur Armierung eines Steinergänzungsmörtels an der Unterseite eines stark verwitterten Steinquaders (siehe rote Pfeile)
Steinquader nach Antrag des Steinergänzungsmörtels und Neuverfugung im Endzustand

Der 35 m hohe Glockenturm der ehemaligen Stiftskirche wurde 1524 – 1533 erbaut. Auf Grund seiner exponierten Hügellage prägt er das Stadtbild von Sinsheim maßgeblich.

2010 wurden die Turmkuppel und die steinsichtigen Fassadenteile von uns restauriert. Neben einer vollflächigen Oberflächenreinigung und Austausch des schadhaften Fugenmörtels stand der Umgang mit Altergänzungen und Steinschäden im Vordergrund, die durch vorangegangene Hydrophobierungsmaßnahmen verursacht worden waren. Das stark entfestigte und in Schalen vorliegende Steinmaterial wurde weitmöglich gefestigt und durch Anböschungen gesichert. Falls erforderlich, wurden zurückhaltende Ergänzungen mit Steinergänzungsmörteln ausgeführt. Der Umfang an Vierungen/Steinaustausch konnte sehr gering gehalten werden.

Vierungen/Steinaustausch: Steinbildhauer Hans-Michael Franke, Sinsheim-Weiler

Auftraggeber: Bau und Vermögen Rhein-Neckar-Kreis

Bauplanung/-leitung: Burger Architekten und Partner

Fachliche Begleitung: Regierungspräsidium Karlsruhe, Abteilung Denkmalpflege

 

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