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Detail der Wandmalerei Maria mit dem Spinnrocken im Vorzustand. Aufnahme von Felix Pilz, Regierungspräsidium Stuttgart, Landesamt für Denkmalpflege Esslingen, Februar 2011.




Die Malschicht steht auf Grund einer früheren Fixierung mit Kasein unter Spannung, hat sich vom Untergrund gelöst und aufgerollt.




Die Malschichtschollen konnten entspannt und mit einem geeigneten Festigungsmittel wieder dauerhaft an den Malschichtuntergrund angebunden werden (Die Malerei ist im Bild noch feucht).




Der helle weiße Untergrund in den Malereifehlstellen ist auf Grund seiner Helligkeit sehr auffällig und optisch sehr störend.




Die Malereifehlstellen wurden mit einer sehr feinen Strichretusche retuschiert, um der differenziert ausgeführten Originalmalerei gerecht zu werden.




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Ev. Urbanskirche in Schwäbisch Hall

Die Wandmalerei Maria mit dem Spinnrocken wurde im späten 14. Jh. ausgeführt und zeigt Maria in einer stilisierten Tempeldarstellung, wie sie den Purpur für den Tempelvorhang spinnt. Die Malerei ist insbesondere aus ikonographischer Sicht interessant, da es sich um ein Thema aus den Apokryphen handelt, das in Deutschland selten anzutreffen ist.

Eine (Über-)Fixierung der Malerei mit Kasein bei früheren Restaurierungsmaßnahmen hatte dazu geführt, dass sich die Malschicht großflächig in Form kleinteiliger spannungsreicher Schollen aufrollte und bereichsweise schon abgefallen war. Die Niederlegung und Fixierung der spannungsreichen Malereischollen stellte die wichtigste konservatorische Maßnahme bei der Bearbeitung des Wandgemäldes 2012 dar. Die Retusche der hell-weißen Malereifehlstellen trug zur optischen Beruhigung der Wandmalerei bei.

Auftraggeber: Ev. Gesamtkirchengemeinde Schwäbisch Hall

Bauplanung/-leitung: Freier Architekt Dipl.-Ing. Werner Schuch (Schwäbisch Hall)

Fachliche Begleitung: Regierungspräsidium Stuttgart, Abteilung Landesamt für Denkmalpflege