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Böttcher Restaurierung, Ehemaliger Aufsatzschrank des späten 17. oder frühen 18. Jahrhundert
Böttcher Restaurierung, Louis XVI Kommode
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Böttcher Restaurierung, Seltener kleiner Biedermeierschrank um 1840/50
Böttcher Restaurierung, Kommode Nussbaum auf Weichholz (um 1835)
Böttcher Restaurierung, Schreibschrank (um 1835)
Böttcher Restaurierung, Kleiderschrank (Österreich um 1820)
Böttcher Restaurierung, Schrank wohl süddeutsch um 1825
Böttcher Restaurierung, Schreibkommode mit abklappbarer Schreiblade in Nussbaum (wohl Wien um 1830)
Böttcher Restaurierung, Blender (um 1825)
Böttcher Restaurierung, Herrenkommode (um 1835)
Böttcher Restaurierung, Restfeld
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Die Furnierbreiten auf den Türen betragen mehr als 40 cm. Eine ausgesprochene Seltenheit bei Möbeln dieser Zeit.




Aufwändige Führung des Furniers über die Kranzprofilierung.




Geöffneter Schank mit Blick auf die Rahmen-Füllungskonstruktion der Rückwand.




Detail im Vor- und Endzustand nach einer schonenden Reinigung zur Erhaltung des Oberflächenüberzuges.




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Seltener kleiner Biedermeierschrank um 1840/50

Ausgesuchtes Nussbaumfurnier auf Weichholz.

Maße: h = 1,73m x b = 1,10m x t = 0,48m

In hervorragender handwerklicher Qualität ist dieser kleine Biedermeierschrank hergestellt worden. Sein Erhaltungszustand, von Furnierausbrüchen bis hin zum historischen Oberflächenüberzug, ist als sehr gut einzustufen. Die Türen sind so gut wie nicht verzogen. Holzauswahl, konstruktive Absperrleisten und eine ca. 3mm starke Gegenfurnierung sprechen von der Erfahrung des ausführenden Meisters. Ebenso die in Rahmen und Füllungsbauweise hergestellte Rückwand ist ein Hinweis auf die Qualitätsansprüche dieser Werkstatt.

In der Front nehmen Kranz- und Sockelpartie, die in Kreuzfuge gestürtzte Furnierung auf und werden fortgesetzt. Für den Laien sieht dies alles so selbstverständlich und einfach aus aber die Furnierung der gestuften Profilleisten im Kranzgesims, ist in dieser Dimension äußerst schwierig und zeitintensiv.

In der mehr als empfehlenswerten Publikation, Biedermeier- Die Erfindung der Einfachheit - beschreibt Hans Ottomeyer ausführlich diese Stilepoche. Aus seinem Aufsatz möchte ich die nächsten Sätze zitieren, in der er den Zeitgeist in der Kunst wie folgt beschreibt: \\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\" Der Idealisierung der Natur als Schöpfung Gottes wird in der Kunst des Biedermeier ein besonderer Stellenwert zugemessen. Der Mensch als Krönung der Schöpfung verleiht der Natur durch die künstlerische Darstellung ihre erkennbare Ausdrucksform: Die Schönheit der Schöpfung in ihren Wuchsformen, die Wuchsform des Holzes, so die Bearbeitung (Anschliff und Polieren),...\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\"

Ich bin der Meinung, dass die Ästhetik der Natur in dieser Darstellungsform, ihren festen Platz im Wohnraum
verdient und diesen sehr bereichert.

Restaurierung und Konservierung

Wie beschrieben ist und war der Schrank in einem sehr guten Erhaltungszustand. Hierbei möchte ich aber nicht unterschlagen, dass wohl die Möbelfüße bei einer früheren Maßnahme ergänzt wurden. Da sie sich stilistisch gut in das Gesamterscheinungsbild integrieren, wurden sie nur farblich dem Bestand angepasst.
Die erhaltene, gleichmäßgig gealterte, aber zum Teil stark verschmutzte Schellackpolitur, wurde gereinigt und nur dünn aufpoliert.